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Dell Technologies Studie: Von Datenfrust zu Datenlust.

Zu viel, zu schnell, zu verschieden: Die sinnvolle Nutzung von Daten gestaltet sich für Unternehmen immer schwieriger, lautet das Ergebnis einer weltweiten Studie von Forrester Consulting im Auftrag von Dell Technologies. Insbesondere das Wachstum, die Geschwindigkeit und die Varianz der Daten machen den Verantwortlichen zu schaffen –  technologisch, personell und organisatorisch. Die einzige Lösung: engagiertes Handeln.

Fakt ist: Selbst wenn Unternehmen bereits konkrete Ziele für die Datennutzung definiert haben und sich dafür auch gut aufgestellt glauben, bremsen sie eine Reihe von Stolpersteinen aus – insbesondere nicht ausreichend vorhandene Data Skills sowie Schwächen beim Datenschutz und der Datensicherheit, zu viele manuelle Prozesse sowie verteilte Daten- und Abteilungssilos. 

Schon 2020 ergab der zweimal im Jahr erscheinende Digital Transformation Index (DT Index) von Dell Technologies, dass „Datenüberlastung und die Unfähigkeit, Erkenntnisse aus Daten zu gewinnen" der dritthäufigste Grund für die zögerliche digitale Transformation sei. Noch im Jahr 2016 kam es nur auf Platz 11. 

Um nun genau herauszufinden, was Unternehmen daran hindert, ihre Daten optimal zu nutzen, befragte Forrester Consulting in 45 Ländern 4.036 Führungskräfte, die für Datenstrategien und -ausgaben verantwortlich zeichnen. Das Ergebnis brachte unter anderem überraschende Paradoxa aufs Papier.

Das Wahrnehmungs-Parodoxon

Knapp zwei Drittel der Befragten meinten zwar, dass ihr Unternehmen „datengetrieben“ und „Daten der Treibstoff ihres Unternehmens“ sei, jedoch beurteilten nur 23 % ihre Daten als wichtigstes Kapital. 

Das wiederum deckte sich mit dem Ergebnis, dass sich nur 13 % als Data Champions verstehen – also als Unternehmen, dessen Technologie, Organisation, Kultur und Fähigkeiten zur Nutzung von Daten voll ausgebildet ist. 87 % sehen ganz klar Nachholbedarf in einem oder mehreren der genannten Kompetenzfelder. 

Das Übersättigungs-Paradoxon

71 % der Befragten gaben an, dass sie Daten schneller sammeln als sie in der Lage seien, sie zu verarbeiten und zu analysieren. Auf der anderen Seite stellten mit 66 % fast genauso viele fest, dass sie mehr Daten für ihren Geschäftserfolg benötigten. 

Ein Widerspruch, der sich hauptsächlich damit erklärt, dass Unternehmen ihre Daten in der Regel im eigenen Rechenzentrum hosten und nicht dort, wo sie anfallen: an der Edge. Nicht zu vergessen: der Mangel an Data Leadership, das Fehlen einer Daten- und Analyse-Strategie sowie einer grundsätzlichen IT-Strategie, die nicht genügend skaliert und sich zudem durch einzelne Data Lakes blockieren lässt.

Das begründet auch die Probleme mit Security- und Compliance-Vorgaben, die 68 % bestätigten, sowie die generelle Überforderung der Teams, die 62 % anführten. 

Das Abwarten-Paradoxon

Obwohl der Erfolge „on-demand“ orientierter Unternehmen gerade in der Pandemie unumstritten ist, fiel mit 20 % die Zahl der Unternehmen, die „As-a-Service“-Modelle tatsächlich auch nutzen, sehr gering aus.

Gleichzeitig aber beteuerten 65 %, dass insbesondere flexible Modelle ihr Unternehmen agiler machten. 63 % sahen darin sogar die Chance, besser aufgestellt zu sein für sich verändernde Kundenanforderungen, gleichzeitig erwarteten sich 61 % von On-Demand-Services einen schnelleren Einsatz neuer Anwendungen.

Neben zum Teil widersprüchlicher Ergebnisse bewiesen die Befragten ein generelles Problembewusstsein, verbunden mit dem klaren Ziel, in Zukunft dagegen zu steuern – unter anderem planen 69 % den Einsatz von Machine Learning zur automatischen Aufdeckung von Daten-Anomalien, 60 % sehen vor, „Data-as-a-Service“-Modelle zu nutzen, und 55 % wollen ihren IT-Stack für die Datennutzung überarbeiten. 

Um die sinnvolle Datennutzung zu verbessern, formulierten die „Studien-Macher“ drei konkrete Handlungsempfehlungen:  

  • Modernisierung der Infrastruktur: Edge Computing ermöglich durch MultiCloud-Unterstützung eine Dezentralisierung der Daten. 
     
  • Optimierung der Daten-Pipelines: Künstliche Intelligenz und Machine Learning beseitigen Engpässe und stellen einen freien und sicheren Datenfluss sicher.
     
  • Entwicklung von Software: Individuelle Programme sorgen für eine personalisierte und durchgängige Nutzererfahrung, die der Kunde erwartet.  

Gerade auch Stéphane Paté, Senior Vice President & General Manager Dell Technologies Deutschland, forderte als Fazit ein engagiertes Handeln: „Die Ergebnisse der Studie zeigen, wie dringend Unternehmen neue Ansätze zum Data Management brauchen. Werden Sie jetzt aktiv, um die technischen und strukturellen Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen.“

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