DigitalPakt Schule umsetzen - JETZT!

Das Recht auf Bildung ausfüllen bedeutet, gerechte Chancen zu gewährleisten. Zwei wesentliche Schritte hin zu mehr Chancengerechtigkeit in diesen schwierigen Zeiten wollen wir hier aufzeigen.

Bildungskluft verhindern!
Übergangsbegleitung für Vorschul- und Grundschulkinder!
Übergangsbegleitung für Schülerinnen und Schüler, die in Sekundarstufe I, 
insbesondere in die Haupt-, Mittel-, und Realschulen, übertreten!
DigitalPakt Schule umsetzen – jetzt!

Besonders jetzt ist es wichtig, die Kleinsten, die gerade mit der Schule beginnen, zu stärken! Und diejenigen Schülerinnen und Schüler, die vor einem wichtigen Übertritt stehen, weiter zu motivieren und zu begleiten. In diesem doch sehr herausfordernden Schuljahr wollen wir sicherstellen, dass sie gute Bedingungen vorfinden, um kognitive und soziale Kompetenzen zu entwickeln, die sie für ihre Entwicklung brauchen. Auch Inklusionsschüle-rinnen und -schüler und diejenigen, die mehr Förderung und pädagogische Aufmerksamkeit benötigen als starke Lernende gilt es, in den Blick zu nehmen.  

Das Recht auf Bildung ausfüllen bedeutet, gerechte Chancen zu gewährleisten. Zwei wesentliche Schritte hin zu mehr Chancengerechtigkeit in diesen schwierigen Zeiten wollen wir hier aufzeigen.

 

Schritt 1


Übergangsbegleitungen für Vorschul- und Grundschulkinder der ersten 
Klassen sowie für Schülerinnen und Schüler, die in die Sekundarstufe I, 
insbesondere in die Haupt-, Mittel-, und Realschulen übertreten. 

Bereits im Kindergarten erwerben die Kinder wichtige Fähigkeiten und Kompetenzen, um später in der Schule zu bestehen: Sie erfahren eine Tagesstruktur mit festen Ritualen, lernen aufmerksam zu sein oder sich über einen längeren Zeitraum konzentriert und still zu verhalten. Sie trainieren ihre motorischen Fertigkeiten und lernen im sozialen Miteinander gemeinsame Aktivitäten zu meistern. Diese Fähigkeiten und Kompetenzen fehlen den Kindern, die aufgrund des ersten Lockdowns schon aus dem vergangenen Kindergartenjahr große Lücken mit-bringen und die nunmehr wieder seit fast einem halben Jahr nicht mehr im Kindergarten waren. 

Ein nur lückenhafter Besuch des Kindergartens und der Vorschule, die dadurch entstandenen Lücken, die in vielen Landkreisen wegen Personalmangels ausfallende Eingangsuntersuchung, kein Screening an den Grund-schulen, das ist die Ausgangslage bei der Einschulung im Herbst 2021. Die Lehrkräfte wissen bis zum ersten Tag nicht, welche Stärken, welche Schwächen oder welchen Förderbedarf die jeweiligen Schülerinnen und Schüler haben. Zudem werden die Klassenstärken in den Grundschulen wieder steigen. Bei Klassenstärken von über 25 bis 28 Schülerinnen und Schülern in der ersten Klasse wird es für Lehrkräfte zur unlösbaren Aufgabe werden, diesen Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden, ihnen einen positiven Einstieg in ihre Schullaufbahn zu  ermöglichen.

Auch die Grundschulkinder, die jetzt die erste Klasse besuchen, sollten Übergangsbegleitungen erhalten. Sie kennen Unterricht nur unter Pandemiebedingungen, was bedeutet, dass auch hier Lücken entstanden sind, besonders wenn es darum geht, das Lernen zu lernen.

Vor einer sehr ähnlichen Herausforderung stehen die Schülerinnen und Schüler, die von der Grundschule in die Sekundarstufe I, insbesondere in Haupt-, Mittel- oder Realschulen, wechseln. Die Lücken im Präsenzunterricht und der einseitige Blick auf den Übertritt haben dazu geführt, dass sehr viele von ihnen den Anschluss verloren haben. Sie sammeln sich im Herbst in den neuen fünften Klassen. Dieses Sammelbecken von oft entmutigten, an sich zweifelnden Schülerinnen und Schülern, mit heuer besonders großen kognitiven Lücken, bedarf einer zu-sätzlichen Unterstützung.

Diese ganz besondere Ausgangssituation verlangt nach besonderen Maßnahmen: Übergangsbegleitungen, welche die Schülerinnen und Schüler begleiten, die Lehrkräfte unterstützen und dadurch mithelfen, dass Lücken frühzeitig erkannt und gemeinsam rasch geschlossen werden. Diese wichtige Aufgabe könnten z.B. Erzieherinnen und Erzieher, Kindergärtnerinnen und Kindergärtner aber auch Lehramtsstudierende erfüllen. Als Übergangsbegleitungen können sie die weitere Schullaufbahn positiv mitgestalten.

Deshalb fordern wir Übergangsbegleitungen einzurichten: für die Vorschul- und die Grundschulkinder der ersten Klassen sowie für diejenigen, die in die Sekundarstufe I, insbesondere in die Haupt-, Mittel- und Realschulen, übertreten. Und das Engagement der Menschen, die dies leisten, entsprechend anzuerkennen.

 

Schritt 2


Digitale Bildung vom ersten Schultag an!

Chancengerechtigkeit in der Bildung heißt auch, Lernunterschiede auszugleichen. Mit Hilfe digitaler Lernwerk-zeuge ist dies vor allem in Pandemiezeiten leichter möglich als mit analogen. Außerdem schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: Mit digitaler Bildung vom ersten Schultag an (ja, in der Grundschule!) entwickelt man Medienkompetenz und bildet die wichtigen Zukunftskompetenzen aus: Kollaboratives Lernen, Kreativität, Kom-munikation und kritisches Denken. Die Ausstattung von Schulen mit Hilfe der Gelder aus dem DigitalPakt Schule mit großen interaktiven Flatpanels und pädagogischer Software ist hier ausschlaggebend. 
Die Software hat dabei oft größeren Einfluss auf Lernerfolge als die eingesetzten Geräte. Dabei sind zwei Unter-scheidungen wichtig. Zum einen ist es die Software, mit der die Flatpanels betrieben werden, zum anderen sind es die digitalen Lernprogramme. Bei den Panels ist entscheidend, dass deren Software geeignet ist, die techni-schen Möglichkeiten der Panels voll auszuschöpfen. Dies muss Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern möglich sein. 
Gute, überlegt ausgewählte und systematisch eingesetzte pädagogische Lernsoftware eröffnet den Lehrkräften völlig neue unterrichtlich didaktische Möglichkeiten. Rasches Feedback, Lernen im eigenen Tempo, innere und äußere Differenzierungen, hohe anhaltende Motivation und rasche Verfügbarkeit: Das ist die digitale Dividende, von der Prof. Burow spricht. Wichtig ist dabei, dass die Software zum Unterrichtskonzept der Schule passt, sich auf wesentliche Dinge konzentriert und sowohl von Lehrkräften als auch von Schülerinnen und Schülern beherrscht werden.

WIR FORDERN:

Die beschleunigte Umsetzung des DigitalPakt Schule und der Sofortprogramme und damit eng verbunden verpflichtende Fortbildungen für Lehrkräfte, in deren Mittelpunkt die Digitalisierung im Rahmen einer zukunftsorientierten Pädagogik steht.

Über DAS NETZWERK DIGITALE BILDUNG

Das Netzwerk Digitale Bildung ist ein Zusammenschluss von Personen unterschiedlicher Expertise, Erfahrungen und Interessen, die sich für zeitgemäßen Unterricht mit digitalen Werkzeugen engagieren. Das garantiert Vielfalt in Perspektiven, Kompetenzen und Herangehensweisen. Getragen wird unsere Mission von verschiedenen Förderern aus der Wirtschaft. Die Inhalte steuern nicht-kommerzielle Kooperationspartner, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft bei. So bietet das Netzwerk Digitale Bildung konkrete Impulse und Handlungsempfehlungen für alle, die zeitgemäßen Unterricht mit digitalen Werkzeugen gestalten oder die Rahmenbedingungen dafür schaffen wollen. Unsere Informationsangebote richten sich an Lehrkräfte, Schulleitungen, Entscheidungsträger aus Politik, Städten, Kommunen und Gemeinden sowie eine an der Gestaltung von Bildung interessierte Öffentlichkeit.

Weitere Informationen: https://www.netzwerk-digitale-bildung.de

Sarah Henkelmann

Ottmar Misoph

Edith Laga

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